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5.2.5. Die seneszente Reiteration

Und zwar bezeichnet der Begriff die Regeneration bei Verletzung und beim natürlichen Altern.

Es bleiben also:

1. die traumatische Reiteration, sowie

2. die seneszente Reiteration.

Die seneszente Reiteration wäre also der regenerative Prozeß aufgrund einer Art endogenen Traumas des Alterns (Gleissner, S.79).

 

Die seneszente Reiteration kompensiert die, durch den Zweigabsprung bewirkten, Prozesse der Knospenveringerung, welche ja ihrerseits die Knospenvermehrung ausgleicht, die durch die Verzweigung schon stattgefunden hat.

So kann sich die Baumkrone, hinsichtlich der Anzahl der Knospen, über mehrere ineinander greifende Prozesse den physiologischen und statischen Bedingungen optimal anpassen.

 

Die Bäume neigen in unterschiedlichem Maße zur seneszenten Reiteration.

Während des Erstarkungswachstums verläuft die Innovation synchron nach Außen, d.h. die Baumkrone breitet sich zusehends mit ihrer primären Verzweigung aus.

Je nach Baumart wird ab einem gewissen Alter die Randzone der kräftigsten Triebe aufgelöst und weiter innen asynchron durch die seneszente Reiteration wieder aufgebaut.

Die Buche z.B. wird mit ihrer Primärverzweigung alt, während Linde und Eiche sich sogar mehrmals komplett von innen wieder aufbauen können; man denke an die Begriffe der zweiten Jugend und der Unterkrone (Gleissner, S.13/ 78).

 

Abbildung rechts: Typen der seneszenzbedingten Reiteration (schwarz) nach Ausbildungsstärke und Position innerhalb der primären Krone (grau), die Reiterationsfreudigkeit nimmt von links nach rechts zu; Typ d hat zunächst die Typen b-c durchlaufen.

 

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