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5.2.4. Kritik an der adaptiven Reiteration

Wie oben beschrieben, entwickeln sich nach Halle / Oldeman die Tropenbäume aus lauter reiterativen Verzweigungskomplexen.

Die Entstehung der Segmentierung eine Baumkrone in lauter Subsysteme beschreibt der Prozeß der adaptiven Reiteration.

Diese Verzweigungsart findet im Kontrast zur sequentiellen nicht sylleptisch sondern verzögert, proleptisch statt.

Da sich die Segmentierung einer hiesigen Baumkrone allein aus der fortlaufenden Verzweigung und dem Schicksal ihrer Produkte herleiten kann, stellt Gleissner das Konzept der adaptiven Reiteration für temperate Laubbäume in Frage; zumal kaum einer der unsrigen Bäume sich in dem Maße sylleptisch verzweigen kann.

So Gleissner:

"Auf die Annahme der adaptiven Reiteration als Bindeglied von Subsystemen der Krone kann verzichtet werden" und: "Man kann es eigentlich nur viel später postulieren, wenn man an der Krone sieht: Hier dieser Ast ergibt eine neue Teilkrone, d.h. einen reiterativen Komplex" (Gleissner, S.78).

 

Alternative Interpretation des Kronenaufbaues.

These 1: (linke Hälfte)

Kronenkonfiguration aus Initialmodell und reiterativen Komplexen mit zwei Ausdrucksformen der Verzweigung:

Sequentiell und durch adaptive Reiteration zum Aufbau eines neuen Subsystems.

(Siehe Kapitel: Architekturmodelle).

These 2: (rechte Hälfte)

Metamorphosemodell:

Verzweigung durch Überlagerung zweier Förderungsmodi:

plagiotrope Seitenachsen (sylleptisch, nur temporär als Assimilationsflächen) und Inovationstriebe ( IT ) (...) Reiterationstriebe entstehen aus schlafenden Knospen.

 

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