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Für die Fixierung des Baumhabitus ist die Sproßverkettung also irrelevant (Gleissner S.17), die anfänglichen Spuren werden durch das sekundäre Dickenwachstum schnell verwischt (Troll S.643).

 

So gibt es z.B. polykormische, kolonialisierte Baumkronen, die aus monopodialer Sproßverkettung entstanden sind und monokormische, durch eine durchgehende Stammachse charakterisierte, die durch sympodiale Sproßverkettung hervorgegangen sind.

Man denke im ersten Fall an eine freistehende alte Eiche und im zweiten an eine Robinie im Bestand oder eine junge oder mittelalte Linde.

 

Die Forstbotaniker werten, unabhängig von der Sproßverkettung und des realen Alters, daß Aufzweigen des Stammes als ein Zeichen physiologischen Alters (s.o. bei apikaler Dominanz versus apikaler Kontrolle Brown, S. 134 f.f./ Shigo, S.31).

Die Sproßverkettung ist ein reines Organisationsprogramm und ist mit einem Raumlageprogramm nicht verknüpft!

Während die unterschiedliche Sproßverkettung sich wohl herleitet aus den verschiedenen Wegen, die die Pflanzen in ihrer Abstammungsgeschichte gegangen sind, so sind, ganz unabhängig davon, die ähnlichen Kronenformen analoge Anpassungen an die jeweils ähnlichen räumlichen und ökologischen Bedingungen.

(Hier greifen die allgemeinen Unterscheidungen der Biologie:Phylogenie / Ontogenie, homologe /

analoge Ähnlichkeit).

 

So sind ähnliche Laubbaumformen aus verschiedenen dikotylodonen Pflanzenfamilien hervorgegangen, die jeweils unterschiedliche Arten der Sproßverkettung aufwiesen.

 

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