Image 01 Image 02 Image 03 Image 04 Image 05 Image 06

Insofern ist auch die Vollständigkeit der Merkmale und ihre Verknüpfung innerhalb der drei Formkategorien von Wichtigkeit:

Denn bei den verschiedenen Merkmalen greifen das Organisationsprogramm und das Raumlageprogramm unterschiedlich ineinander:

 

1. So korreliert z.B. der raumlageabhänige, serielle Ablaufwinkel mit der bauplanbedingten, akrotonen Förderung (Gleissner / Froebe, S.185 f.)

2. Auch die sekundären Prozesse des Zweigabsprunges oder der Reiteration sind mit der serialen Förderung verknüpft.

So springen am häufigsten die kleinen basitonen Seitentriebe ab, wobei vornehmlich dort sich dann die Reiterationen bilden.

 

Anderseits werden bestimmte Betrachtungen ausschließlich von nur einer Formkategorie geleitet:

1. So ist z.B. die Raumlage für die Erfassung der Gestaltenwandlung der Zuwachseinheit nicht so relevant und

2. umgekehrt ist für die Betrachtung der Gerüstbildung und Segmentierung in der Krone das Organisationsmerkmal der Sprossverkettung unbedeutend.

Auf die Gerüstbildung bezogen bedeutet die Anwendung dieser Formkategorien aber:

 

Es ist ganz unwesentlich, ob ein Sproßabschnitt seitlich, sympodial oder monopodial an der Spitze fortgesetzt wird.

Innerhalb des genetisch festgesetzten Spielraumes, des für die Art typischen Habitus entscheidet allein die letztendliche Raumorientierung der konkurrierenden Sprosse über die Gestalt

(Gleissner, S.14/17)!

 

weiter