Die hydraulische Architektur:
Die Spitzenförderung innerhalb des hierarchisch verzweigten Systems der Sproßgesellschaft Baum, drückt sich auch in den anatomischen und physiologischen Verhältnissen des Gefäßsystemes aus. Auf dieser Ebene beschreibt es die hydraulische Architektur:
Um die notwendigen erhöhten Saugspannungen in der Höhe zu kompensieren, ist der Leitungsquerschnitt für die Wasserversorgung in der Spitze pro Blattmasse um das zehnfache höher als am Stammfuß.
Dieses ergibt sich aus den sogenannten Huberwerten (Zimmermann S.182, Pfisterer, S.67)
Der Begriff der hydraulischen Architektur beschreibt weiterhin die Strukturen der Förderung und Hemmung von Seitenästen gegenüber dem Stamm, anhand der verengten Leitungsquerschnitte für die Wasserversorgung an den Astansatzstellen.
Die Querschnitte des wasserleitenden Holzes von Stamm und Ästen einer
jungen Tanne. Die Zahlen geben die Quadratmillimeter
pro Gramm zu versorgender Nadeln an (nach Huber 1928).
Aus Zimmermann, Brown, S. 182
Der geringste Leitungsquerschnitt liegen auch hier an den Astansatzstellen, so das die jeweilige Astspitze im Vorteil ist. Zudem kommt das die gebogenen und verwobenen Gewebe von Ast und Stamm, nach den jeweiligen Wuchsleistungen für den Ast jährlich neu ins Verhältnis gesetzt werden. So wird der Schwache weiter geschwächt, der Starke gefördert; ein positiver Regelkreis.
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