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Folgendes sind nun die Wirkungsweisen der apikalen Kontrolle:

Die Versuche von Münch:

Die für einen Baum so wichtige Entwicklung eines Stammes aus der ökologischen Notwendigkeit in der Waldkonkurrenz stellt eine beachtliche Anpassung an ein Wachstum entgegen den Begrenzungen der Schwerkraft dar!

Die Auxin vermittelten Wachstunseigenschaft von Bäumen wurden von Münch in Versuchen bewiesen. Durch Entknospung, Entlaubung oder durch Ringelung wurden die Abweichungen im Wuchs sichtbar, insofern ja die Bildungsorte von Auxin an der Spitze entfernt oder seine Transportwege unterbrochen wurden.

Münch beschrieb 1938 den Baumwuchs mit dem Terminus der Harmonie der Baumgestalt (Brown, Zimmermann, S.145 f.f. und Bartels, S.270).

1. Die genetisch, nach Baumarten unterschiedlich stark ausgeprägte Hierarchie in der Gestalt betrifft auch das Verhältnis von Achsen und den Winkeln der Seitenverzweigung. Die Äste eines Baumes werden in einer genetisch festgelegten Weise von zwei gegensätzlichen Tendenzen in eine schräge Position gehalten (Plagiotropie).

Neben der im Sproß grundsätzlichen Tendenz des Aufrichtens durch den negativen Geotropismus , wird die niederdrückende, epinastische Tendenz, für die Seitenzweige durch die Auxin produzierende Terminale gesteuert.

Wahrscheinlich kommt es auf der Astoberseite zu einem Auxinstau, da dort beide polare Ströme von Ast und Stamm gegeneinander gerichtet sind, während auf der Astunterseite beide polaren Ströme dieselbe Richtung haben. Über diese Differenzen kann das Wachstum dann gesteuert werden (Brown / Zimmermann, S.152).

 

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