Der Wunsch nach Begreifbarkeit spielt ihm hier einen Streich, mitnichten läßt sich eine besondere Baumkrone aus einem zentral gesteuerten Bauplan deduzieren!
Es wirken an ihrer Entstehung vielmehr die mannigfaltigsten Prozesse mit.
Diese können auf unterschiedlichen Größenebenen und unter den vielfältigsten morphologischen Aspekten betrachtet werden.
Würde er den Sinn der Architekturmodelle beherzigen, wie er sich aus den Arbeiten von Halle und Oldeman erschließen läßt, käme er nicht auf das Konzept, aus ihnen Schnittanleitungen ableiten zu wollen!
· Die Unterscheidung dieser initialen, sich wiederholenden Wachstumsmuster, von den mehr oder weniger hierarchisch ausgeprägten, typischen Kronenformen der Bäume, ist vielleicht auch wegen des Terminus des Architekturmodelles schwer zu treffen! Erinnert er uns doch eher an das Modell eines fertigen Bauwerkes und nicht an die speziellen Verfahren z.B. der Maurer oder der Betonbauer, um dieses oder jenes Gebäude damit zu erzeugen.
Mutmaßlich läßt sich behaupten, daß Pfisterer erst sein Wissen über den Baumschnitt hatte und dann erst nachträglich ein theoretisches Gebäude dafür zimmerte! Nur leider ist ihm das ganz und gar nicht gelungen!
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Literatur:
Pfisterer J.,A. (1999):
Gehölzschnitt nach den Gesetzen der Natur. - Stuttgart.
Pfisterer J.,A. (1998):
Ein neues Konzept für das Architekturmodell Rauh: für die Baumpflege notwendige Dreiteilung. In Jahrbuch der Baumpflege 98 S. 241 244, Kap. 4.8. Dujesiefken D., Kockerbeck P. (Hrsg.) - Braunschweig.
Pfisterer J.,A. (1998):
Metamorphose der Kronenarchitektur im Verlauf der Ontogenese und ihre Konsequenz für die habitusgerechte Kronenpflege. In, Jahrbuch der Baumpflege 98, S. 244 247, Kap. 4.9, Dujesiefken D., Kockerbeck P. (Hrsg.) - Braunschweig.