Image 01 Image 02 Image 03 Image 04 Image 05 Image 06

Durch diesen Formenwandel kann dann sogar das Bestehen einer Reiteration angezeigt werden:

"Reversion to the juvenil condition can be one of the best indications of reiteration" ( H.O.T., S.275).

 

Es stellt also durchaus keine Ausnahme da, daß ein Modellwechsel während der verschiedenen Lebensphasen eines Baumes stattfinden kann (Bell, S.296/ Gleissner, S.76)!

Durch diese Veränderungen lassen sich sogar die verschiedenen Lebensphasen der Bäume gegeneinander abgrenzen.

Um diese zeitlichen, teils diskontinuierlichen Umgestaltungen beschreiben zu können, erweitert Edelin das Konzept der Architekturmodelle:

 

A. Das statische Modellkonzept wird überwunden. Für die einzelnen Bäume sind Modellwechsel möglich

Es sind jetzt Umgestaltungen auf der Ebene der Subsysteme möglich:

Die Betrachtungsebene der Sproßbausteine wird um eine Höhere, die der Architektureinheiten erweitert. Zur "unit of extention" für die monopodialen, oder dem "module" für die sympodialen Bäume, kommt jetzt eine übergeordnete Einheit, eine aus diesen zusammengesetzte "architektual unit" (Gleissner, S.76).

Die ersten entsprechen einem Sproßbaustein, die letzte einem Architekturmodell. So kann eine Tropenbaumkrone aus lauter Subsystemen aufgebaut sein, die verschiedene Architekturmodelle zeigen

Die adulte Baumkrone kann aus den Veränderungen und variantenreichen Bildungsprozessen der Architektureinheiten heraus beschrieben werden.

 

B. Edelin führt neben dem Modellwechsel die Begriffe der Metamorphose (nicht zu verwechseln mit dem Goethes!) und der Interkalation neu ein (Gleissner, S.76/ Bell, S.300 f.f.).

 

weiter