Laterale Symmetrie
Die lateralen Symmetrieverhältnisse geben die Förderungsgradienten der Seitenachsen quer zur Abstammungsachse an.
So kann man beispielsweise an schräggestellten Ästen von Laubbäumen oft die unterseitige Förderung beobachten (Hypotonie), wogegen es durch die flankenständige Förderung (Amphitonie) bei den Nadelbäumen zu einer Etagierung kommen kann.
An Sträuchern bewirkt die oberseitige Förderung (Epitonie) eine häufige Form der Erneuerung.
Die Verzweigung von schräggestellten (plagiotropen) Ästen unterscheidet sich ganz allgemein meistens von ihrer aufrechten (ortotropen) Abstammungsachse.
Dieses drückt sich in einer Veränderung der lateralen Symmetrien aus.
Wie bei einem Blatt selbst, kann man dann eine Oberseite (dorsal), von einer Unterseite (ventral), unterscheiden. Dieses wird durch den Begriff der Dorsiventralität zum Ausdruck gebracht. So sind die lateralen Symmetrieverhältnisse an aufrechten Achsen häufig radiär, d.h. es lassen sich mindestens zwei Spiegelachsen erkennen, während sie an schräggestellten Achsen nicht selten dorsiventral ausgestaltet sind, d.h. es existiert dann nur noch eine senkrechte Spiegelachse. Bei schräggestellten Ästen kann sich die Veränderung in der Phyllotaxis, von einer schraubigen Blattstellung zu einer distichen Stellung, häufig in einer flächigen Verzweigung fortsetzen (Bell S.224/ 246/ 300).