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Bezüglich des neueren Waldsterbens liest man bei Gleissner:

Die Forscher sind hauptsächlich auf physiologischer Ebene intensiv beschäftigt die Ursachen der Baumschädigung zu klären. Auf der Ebene der Strukturanalyse und Genese der pflanzlichen Gestalt (Pflanzenmorphologie) zeigt sich ein großer Nachholbedarf, da es bisher erst wenige breit angelegte Untersuchungen darüber gibt (Gleisser / Fröebe, S.181).

Die Beschreibungen der exakten Verzweigungsstrukturen eines Baumes ist nicht nur für die Diagnose der Waldschäden von Wichtigkeit. Die klassischen, allgemeinen Beschreibungen der Baumgestalt, als ein hierarchisches Gefüge, genügen den Ansprüchen jedoch nicht, die von der Waldschadensdiagnose oder der Baumpflegepraxis an die Baummorphologie gestellt werden.

Die Botaniker um Halle und Oldeman haben Ende der 70´ Jahre die Gestaltenvielfalt der Tropenbäume in ein Klassifikationschema einordnen können. Sie entwickelten die Architekturmodelle des elementaren Baumwachstumes.

In den 90´Jahren wurde versucht, diesen Ansatz für die Baumpflege nutzbar zu machen.

 

Davon unabhängig und aus einem ganz anderem Blickwinkel, entwickelte Roloff an Buchen ein morphologisches System zur Beurteilung des Schädigungsgrades. Gleissner führte diesen Ansatz fort. Hier wird jeweils die exakte Wuchseigenschaft der Jahrestriebe untersucht, aus denen sich die Baumkrone zusammensetzt.

 

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